Energie

Strom ohne Verluste übertragen


Herkömmliche Kupferkabel leiten Strom nur mit Widerstand, dabei erwärmt sich das Kabel und Energie geht verloren. Ohne Energieverluste können Supraleiter Strom übertragen und helfen so dabei, bis zu 50 Prozent der Energie zu sparen. Alleine bei der Stromübertragung. Supraleiter sind daher insbesondere für die Metallindustrie und für Stromversorger von großer Bedeutung, allerdings ist die Herstellung solcher Kabel noch sehr teuer. Aus diesem Grund fördert das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) nun die industrielle Produktion solcher Supraleiter mit einem Millionenbetrag.

Mit Dank an BINE Informationsdienst.

Das unabhängige Haus


Ein Haus ohne Stromanschluss, ohne Öltanks oder Anbindung an das Gasnetz? Genau das bietet das EnergieAutarke Haus der niedersächsischen HELMA Eigenheimbau AG. Dank 46 Quadratmeter Sonnenkollektoren und einem Solarspeicher kann das Haus auf eine externe Versorgung verzichten. Auch wenn die Sonne nicht scheint. Denn der Solarspeicher kann das Haus auch über einen längeren Zeitraum mit Wärme für Heizung und Brauchwasser versorgen. Bei Bedarf wir mit einem Holzvergaserofen nachgeheizt. Zudem speichern im Haus vorhandene Akkus den selbstproduzierten Strom, z.B. für das Elektromobil. Dank der Innovationskraft wurde das EnergieAutarke Haus Sieger bei der Online-Abstimmung des Clean Tech Media Awards 2011 und gehört damit zu den Nominierten in der Kategorie “Lebensstil”.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Solarzellen auf Papier drucken


Forschern des Massachussets Insitute of Technology (MIT) ist es gelungen, Solarzellen auf Papier zu drucken. Die Beschichtung ähnelt der einer Chips-Tüte. Das bedruckte Solar-Papier kann gefaltet, gerollt und geknickt werden, ohne dass die Leistungsfähigkeit nachlässt. Bis zu 6.000 Stunden Solarenergie kann dieses Papier liefern. Dabei ist die Strommenge derzeit ausreichend, um einen Laptop-Monitor zu betreiben. Vorstellbar ist, dass diese dünnen Solarmodule zukünftig in entlegenen Gebieten zum Einsatz kommen. Oder vielleicht auch als Solar-Tapete – zurechtschneiden, aufkleben und anschließen und schon werden LED-Lampen im Wohnzimmer über die Solar-Tapete mit Energie versorgt. Einen kleinen Eindruck liefert das Video.

Via MIT.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Die schwebende Solartankstelle

Elektro-Ladestationen gibt es schon einige in Deutschland. Auch welche, die als Carport dienen und Dank integrierter Solarzellen direkt mit Sonnenenergie gespeist werden. Mit der EIGHT PointOne wird es demnächst eine Solar-Ladestation geben, die sich insbesondere wegen ihres futuristischen Designs von den Mitbewerbern absetzen soll. Bei Sonnenschein wird das Elektroauto direkt über die Solarkollektoren mit Strom versorgt. Da es keinen integrierten Zwischenspeicher gibt, wird nicht genutzter Solarstrom direkt in das öffentliche Netz eingespeist. Und bei schlechtem Wetter bzw. Dunkelheit zapft die Solartankstelle das öffentliche Netz an und versorgt so die Akkus des geparkten Autos.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Mit Abwasser Strom erzeugen


Zwei Prozent des weltweiten Stromverbrauchs werden für die Trinkwasseraufbereitung verwendet – sagenhafte 80.000 Megawatt für umgerechnet rund 28 Milliarden Euro im Jahr. Das israelische Biotech-Unternehmen Emefcy hat nun ein Verfahren entwickelt, das den Stromverbrauch von Kläranlagen um 30 bis 40 Prozent senken soll. Mikroorganismen, die ihre Nahrung im schmutzigen Wasser finden, fungieren dabei als natürliche Brennstoffzelle und erzeugen Energie. Im nächsten Jahr soll bereits eine Pilotanlage im Industriemaßstab errichtet werden, um das Einsparpotential in der Praxis zu zeigen.

Via heise online.

Das Allgäu elektrisch erleben


Das Allgäu zählt zu den führenden Tourismus-Regionen in Deutschland. Mit dem vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Projekt eE-Tour haben Touristen die Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele emissionsfrei mit dem Elektroauto zu erreichen. In Zusammenarbeit mit Hotels und Tourismuszentralen können die Gäste an 15 Orten innerhalb des Allgäus ein Elektro-Auto anmieten und so die Urlaubsregion umweltschonend erkunden. 11 Ladesäulen sorgen dafür, dass die Fahrzeuge bei Bedarf wieder aufgeladen werden können. Dieses in Deutschland bisher einmalige Projekt läuft unter der Federführung der Allgäuer Überlandwerk, die auch den Ökostrom liefern. Da es sich um ein Forschungsvorhaben handelt, sind neben weiteren Partnern aus der Wirtschaft auch die Hochschule Kempten, die Universität Tübingen und Technische Universität München mit eingebunden. Wegen der Innovationskraft ist das Projekt eE-Tour nominiert für den Clean Tech Media Award 2011.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Windräder für die Wand


Die Taiwanesischen Designer Liao-Hsun Chen und Wen-Chih Chang haben mit den Wind Cubes ein faszinierendes Konzept entwickelt, um an Häuserwänden Windenergie zu erzeugen. Dank eines Stecksystems lassen sich die kleinen Windräder wabenförmig anordnen. Bei Wind fahren die neigbaren Propeller aus und erzeugen Energie.

Der Strom wird direkt über die Steckverbindung geführt, eine separate Verkabelung ist nicht notwendig. 15 Wind Cubes sollen ausreichen, um einen Vier-Personen-Haushalt mit genügend Energie zu versorgen. Weitere Details zeigt die Video-Animation. Technisch pfiffig, optisch ansprechend, fehlt nur noch eine Angabe, ob und wann die kleinen Windräder in Serie gehen. Und zu welchem Preis.

Mit Dank an Yanko Design.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Frischer Wind für Helgoland


Der deutschen Hochseeinsel Helgoland geht es derzeit nicht allzu gut – vor allem sinkende Touristenzahlen und schrumpfende Bevölkerung machen der Insel zu schaffen. Frischen Wind könnte jetzt der Aufbau von drei Offshore-Windparks vor Helgoland bringen. Denn die Insel wird für diese Anlagen zur Service- und Betriebsstation. Hierfür werden auf 10.000 Quadratmetern nicht nur neue Gebäude gebaut, sondern 150 neue, dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen. Zudem werden Jobs bei Zulieferern, Schifffahrts- und Baufirmen entstehen. Ab 2012 soll die Betriebsbasis stehen, von der aus die Windparks Amrumbank West (300 Megawatt) von E.ON,  Nordsee Ost (295 Megawatt) von RWE und Meerwind Süd/Ost (288 Megawatt) von WindMW, an dem mehrheitlich der US-Finanzinvestor Blackstone beteiligigt ist, versorgt und gewartet werden.

Mit Dank an StromAuskunft.

Lautstärke von Windrädern im Praxistest


Windkraft-Anlagen werden in Zukunft einen Teil unseres Stroms produzieren, auf dem Wasser und zu Land. Da sind sich alle einig. Ob allerdings die Rotoren-Geräusche Mensch und Natur zu schaffen machen, da gehen die Meinungen auseinander. Jenseits von wissenschaftlichen Studien hat die britische Zeitung The Telegraph den Praxistest gemacht: Wie laut ist ein Windpark im Vergleich zu einem Naturschutzgebiet, einer Wohngegend, zur Londoner Innenstadt oder einer Hauptstraße? Die Messergebnisse zeigt das nachfolgende Video – in Bild und Ton.

Mit Dank an das enorm Magazin.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Gibt den Bakterien Zucker


Normalerweise verursacht das Bakterium Shewanella Übelkeit und Erbrechen. Diese Bakterien kommen in verdorbenen Lebensmitteln vor, jedoch auch im Wasser und Boden. Wissenschaftler der Universität Freiburg haben die gute Seite dieser Kleinstlebewesen entdeckt und geben ihnen Zucker. Das wiederum führt dazu, dass die Bakterien beim Verdauen überschüssige Elektroden Elektronen ausscheiden. Und die lassen sich gewinnen und zu Strom umwandeln. Die Vision der Wissenschaftler ist dann auch naheliegend:  In Zukunft haben wir keine Lithium-Ionen-Akkus mehr in unseren elektronischen Helfern, sondern nützliche kleine Lebewesen, die uns für Zucker mit Energie versorgen.

Via WirtschaftsWoche.

Kategorien