Energie-Speicher

Stromnetz von Pellworm wird intelligent


Die Nordsee-Insel Pellworm produziert heute schon mit Sonnen- und Windenergie-Anlagen mehr Strom, als die Bewohner und Feriengäste verbrauchen können. Und dennoch muss die Insel bislang nachts mit Strom versorgt werden, weil die saubere Energie nicht gespeichert werden kann. Das soll sich nun ändern. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste, dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik (AST) und den beiden Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz und E.ON Hanse erhält die Insel nun einen Stromspeicher und ein intelligentes Stromnetz, ein so genanntes Smart Grid. Damit wird Pellworm bundesweit zum Vorreiter. Mit dem Bau für den Stromspeicher soll Ende des Jahres begonnen werden.

Mit Dank an CleanThinking.de

Die Sonne speichern


Sonnenstrom auch nachts nutzen zu können, daran arbeitet weltweit eine Vielzahl von Unternehmen. Conergy hat jetzt einen Stromspeicher vorgestellt, der eine vierköpfige Familie auch dann mit Solarstrom versorgen kann, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Die integrierten Lithium-Ionen-Akkus im Sonnenspeicher sollen über das Jahr betrachtet dafür sorgen, dass diese Familie mehr als 70 Prozent ihrer Energie aus Solarstrom erzeugen und zwischenspeichern kann.

Mit Dank an BINE Informationsdienst.

Alles im Lack


Volvo experimentiert gerade an einer neuen Außenhaut für Autos. Diese soll nicht nur leichter sein, sondern zugleich als Batterie dienen. Derzeit sind Batterien vor allem groß und schwer. Volvo´s Idee: Aus einem neuen Verbundmaterial aus Kohlenstofffasern und Polymerharzen wird eine robuste und vor allem biegsame Batterie geschaffen, so dass dann die gesamte Karosserie eines Autos zum Energiespeicher wird.

Paulaner verdient mit dem Ausschalten


Was tun, wenn mehr Strom benötigt wird, als gerade von den Versorgern geliefert werden kann? Entweder aus dem Ausland hinzukaufen oder Geräte in Deutschland abschalten. Demand Response wird dieses Verfahren genannt. Nicht benötigte Geräte werden aus der Ferne einfach ausgeschaltet. So auch bei der Traditions-Brauerei Paulaner. Wird der Strom woanders dringender benötigt, kann der Dienstleister Entelios Kälteanlagen in der Brauerei abschalten – ohne dass die Bierqualität beeinträchtigt wird. Diesen Service lässt sich Paulaner von den Versorgern sogar bezahlen. Und obendrein werden so auch noch Energiekosten gespart.

Via Handelsblatt.

Kalender für Elektrofahrzeuge


Forscher des Instituts für Transportation Design (ITD) in Braunschweig haben zusammen mit dem Energieversorger EWE ein System entwickelt, mit dem Elektrofahrzeuge dynamisch als Zwischenspeicher für Öko-Strom genutzt werden können. Herzstück ist ein Navigationssystem, das um eine Kalenderfunktion erweitert wurde. Der Energieversorger weiß nun, wann das Fahrzeug wieder gebraucht wird und wieviel Energie für die nächste Fahrt benötigt wird. Während der Standzeit kann das an das Stromnetz angeschlossene Fahrzeug als Energiespeicher genutzt werden. Und für die nächste Fahrt ist der Akku dann optimal geladen.

Mit Dank an nachhaltigkeit.org.

Energiespeicher fürs Büro


Das Berliner Unternehmen für Erneuerbare Energie Younicos hat einen kabellosen Energiespeicher für Büros vorgestellt. Yill wurde vom Berliner Design-Studio Aisslinger entworfen und soll genug Energie speichern können, um einen Arbeitsplatz zwei bis drei Tage mit Strom versorgen zu können. Yill ist rollbar und bietet genügend Stauraum für Kabel. Somit lässt sich nicht nur dann Strom tanken, wenn er in besonders großer Menge und damit kostengünstiger zur Verfügung steht, sondern aufwendige Büroverkabelungen können so der Vergangenheit angehören.

Mit Dank an Lilli Green.

Strom unter Druck


Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Fraunhofer-Instituts UMSICHT haben ein Verfahren entwickelt, um Strom mit Hilfe von Druckluft zwischen zu speichern. Das Verfahren gibt es bereits seit den 1970er Jahren, allerdings ließ bislang der Wirkungsgrad zu wünschen übrig. Mit dem neuen Verfahren wird mit überschüssigem Strom Luft in einen druckdichten Behälter gepresst. Bei Bedarf treibt die wieder ausströmende Luft eine Turbine an und produziert wieder Strom. Der Wirkungsgrad liegt hier bei 70 Prozent.

Mit Dank an oekonews.at.

Seen sind die größten Akkus


1923 wurde das erste Pumpspeicherkraftwerk in Deutschland in Betrieb genommen. 26 Kraftwerke sind derzeit in Betrieb, mit einer Gesamtspeicherkapazität von rund sieben Gigawatt. Soviel wie die Gesamtleistung von vier bis fünf Kernkraftwerken. Das Prinzip ist einfach und effizient. Bei Stromüberschuss wird mit elektrischer Energie Wasser den Berg hinaufgepumpt, bei Strombedarf läuft das Wasser wieder durch Turbinen den Berg herunter. Die Effizienz liegt bei 80 Prozent. In Zeiten Erneuerbarer Energien kommt diesen riesigen Akkus eine wichtige Bedeutung zu. Denn der Strom aus Sonne und Wind muss häufig zwischengespeichert werden. Ein weiteres Pumpspeicherkraftwerk soll bis 2018 im Schwarzwald entstehen – mit einer Speicherleistung von 1,4 Gigawatt das größte in Europa.

Via SPIEGEL ONLINE.

Eine Batterie ins Innere geschaut


Forschern des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) ist es erstmalig gelungen, mit Hilfe einer Software die einzelnen Transport- und Reaktions-Vorgänge innerhalb eines Lithium-Ionen-Akkus darzustellen. Das Electrochemistry Simulation Tool soll nun dabei helfen, leistungsfähigere Energiespeicher für Elektrofahrzeuge zu entwickeln.

Via Handelsblatt.

Stromspeicher für 2.000 Haushalte


Auf der Hannover Messe Industrie stellen drei Fraunhofer-Institute eine Modellanlage eines leistungsfähigen Stromspeichers vor, der einmal bis zu 2.000 Haushalte mit Strom versorgen soll. Zum Einsatz kommen Redox-Flow-Akkus, die gegenüber herkömmlichen Speicherzellen robuster und langlebiger sind. Derzeit bauen die Forscher an einer kleineren Demonstrationsanlage, die Ende 2012 in Betrieb gehen und eine Kapazität von zwei Kilowattstunden haben soll. Für die Versorgung von 2.000 Haushalten ist allerdings eine Kapazität von 20 Megawattstunden erforderlich. Dafür müsste die Anlage dann so groß wie ein Handballfeld sein. Aber ein Anfang ist gemacht.

Mit Dank an Golem.de.

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