Biomasse

Oliven als Energiequelle


Olivenöl gilt als sehr gesundes Lebensmittel. Nur bei der Herstellungen fallen zum Teil giftige Reststoffe ein, deren Entsorgung sehr kostenaufwendig ist. Nun haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) ein Verfahren entwickelt, um aus Abfallprodukten des Olivenöls Biogas zu erzeugen. Da alleine in Europa jährlich über 2 Millionen Tonnen Olivenöl produziert werden, gibt es dementsprechend große Mengen an Abfallprodukten. Zudem könnte auf den großflächigen Anbau von Mais als Rohstoff für Biogas verzichtet werden. Denn für die gleiche Energiemenge aus allen Reststoffen der Olivenölherstellung in Europa bräuchte man eine Anbaufläche für Mais in der Größe des Saarlandes.

Mit Dank an A-LOHA-LOHAS!

Das Allgäu als Vorreiter


Das Allgäuer Überlandwerk zählt zu den innovativsten Energieversorgern Deutschlands. Der regionale Stromanbieter setzt seit 2004 auf den grünen Wandel. Mittlerweile kommen 26 Prozent des Stroms von Photovoltaik-Anlagen, Windrädern, Wasserkraftwerken und Biogasanlagen – elf Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Bis Ende dieses Jahrzehnts sollen es mehr als 50 Prozent sein. Und das zu bezahlbaren Preisen.

Mehr dazu auch im Love Green Online-Magazin

Via WirtschaftsWoche.

Algenreaktor


Wissenschaftler der Universität Duisburg Essen arbeiten an einem neuartigen Algenreaktor. Die Algen werden in einem Becken mit Lichtfasern durchgehend beleuchtet und können so schneller wachsen. Die Algen können dann wesentlich effektiver CO2 binden und auch zeitnaher geerntet werden. Diese Biomasse wird anschließend in Biotreibstoff umgewandelt. Also ein doppelter Nutzen für die Umwelt.

Kohle machen


Das Schweizer Unternehmen AVA-CO2 macht aus Bioabfällen Kohle. Wofür die Natur Millionen von Jahren braucht, erledigt die Anlage in wenigen Stunden. Die CO2-neutrale Anlage kann 8.400 Tonnen Biomasse im Jahr verarbeiten. Bei der Herstellung des Kohlepulvers fällt soviel Wärme an, dass diese nicht nur in den Prozess eingespeist, sondern auch als Fernwärme genutzt werden kann. Das Verfahren ist dabei gar nicht neu. Schon 1913 hat der spätere Chemie-Nobelpreisträger Friedrich Bergius die so genannte Hydro-Thermale Karbonisierung (HTC) erfunden.

Die gute Kläranlage


Mit effizienteren Anlagen für die Abwasseraufbereitung könne erheblich CO2 eingespart und zusätzliche Energie gewonnen werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Umweltbundesamtes. So genannte Abwasserbehandlungs-Anlagen seien für rund 20 Prozent des Energiebedarfs in deutschen Städten verantwortlich und seien zudem die größten kommunalen Energieverbraucher, noch vor Schulen und Krankenhäusern.

Durch Effizienzmaßnahmen könne der Energieverbrauch und damit die CO2-Bilanz um mehr als 20 Prozent reduziert werden. Durch bessere Ausnutzung der Klärgase für die Energiegewinnung könne außerdem die Stromerzeugung durch kommunale Kläranlagen nahezu verdoppelt werden.

Der Hund bringt die Erleuchtung

Gefördert vom Massachusetts Institute of Technology zeigt der amerikanische Künstler Matthew Mazzotta, dass Hundekot auch zu etwas nützlich ist – als Energiequelle für Lampen. In seinem Projekt Park Spark Project! werden die Abfalleimer durch kleine Anlagen ausgestauscht. Der dort hinterlassene Hudekot wird zersetzt und Energie gewonnen. Und so kann dann an den Lampen stehen: This Lamp ist powered by your Dog!.

Nachwachsende Rohstoffe in Deutschland


Nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) werden in Deutschland auf rund 18 Prozent der Ackerfläche (2,15 Millionen Hektar) pflanzliche Rohstoffe für die Energieerzeugung und die Industrie angebaut. Dabei verzeichnete die Produktion von Energiepflanzen für Biogasanlagen den größten Zuwachs – die Produktionsfläche wuchs von 530.000 auf ca. 650.000 Hektar.

Im Jahre 2020 könnten laut FNR bis zu 4 Millionen Hektar für die Produktion von nachwachsenden Rohstoffen genutzt werden.

Biomasse könnte ein Viertel des Strombedarfs decken


Laut Energieszenarien der Bundesregierung kann Biomasse bis zum Jahr 2050 rund 23 Prozent des deutschen Primärenergiebedarfs decken. Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass sich bis dahin der Strombedarf in Deutschland im Vergleich zu 2008 halbieren wird. Biomasse könnte von heimischen Energiepflanzen stammen, jedoch auch von Energieholz oder biogenen Reststoffen.

Mit Dank an IWR-News.

Ökostrom-Anteil vervierfacht


Erneuerbare Energien sind nicht erst seit der Atomkatastrophe in Japan auf dem Vormarsch. Seit 1990 hat sich der Anteil von Ökostrom in Deutschland vervierfacht. Im Jahr 2010 wurde in Deutschland 17 Prozent des Stroms aus Biomasse, Sonnen- oder Windkraft erzeugt, so das Statistische Bundesamt. Die Zahlenbasis für den europäischen Vergleich stammt zwar noch aus dem Jahre 2008. Jedoch ist hier Österreich Spitzenreiter: 62 Prozent des Stroms der Alpenrepublik stammt aus Erneuerbaren Energien. Auf den Folge-Plätzen sind Schweden (56 Prozent) und Lettland (41 Prozent).

Via SPIEGEL ONLINE.

Mehr Förderung für Modernisierung


Das Bundesumweltministerium hat die Förderung von Erneuerbaren Energien angehoben. Bis zum Jahresende 2011 erhalten Immobilienbesitzer für den Einbau von Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung 120 Euro pro Quadratmeter Kollektorflächen. Wird die Photovoltaik-Anlage noch mit einer Wärmepumpe, Biomasse oder Solarthermie kombiniert, gibt es einen weiteren Bonus von 600 Euro.

Via n-tv.

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