Geothermie
Plusenergie-Hotel auf dem Gipfel

Auf 2.456 Metern eröffnet im Sommer das erste Plusenergie-Hotel des Alpenraums. Das über 100 Jahre alte Berghotel Muottas Muragl im schweizerischen Oberengadin wurde umfassend saniert. Statt wie bisher für Heizung und Warmwasser eine Energiemenge von 400.000 Kilowattstunden zu verbrauchen, wird nun sogar ein Energieüberschuss von gut 45.000 Kilowattstunden erzeugt. Möglich macht dieses die konsequente Nutzung von Energiequellen – ob die Abwärme aus Kühlaggregaten, der Küche oder der Seilbahn vor Ort. Die Sonnenkollektoren auf einer Fläche von über 140 Quadratmetern oder die Erdwärmepumpe.
Mit Dank an Nachhaltigkeit.org.
Strom aus der Tiefe der Erde

Erdwärme ist hierzulande noch eine unterschätzte Energiequelle, obwohl sie auch in Deutschland großes Potential bietet. So schätzt das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ), dass im Jahr 2050 in Deutschland zehn Prozent des Storms mit Hilfe von Geothermie erzeugt werden könnte. Ein großer Vorteil von Geothermie-Kraftwerken ist, dass sie stetig Strom produzieren können. Für die Ernergie-Erzeugung wird heißes Wasser aus mehreren tausend Metern Tiefe genutzt, um eine Turbine anzutreiben.
Via Handelsblatt.
Strom von der Vulkan-Insel

Island verfügt über mehr als 30 aktive Vulkane und so ist es nicht verwunderlich, dass der Inselstaat fast seinen gesamten Strom aus Erdwärme und Wasserkraft gewinnt. Da genügend Energie zur Verfügung steht, wird nun geprüft, ob der Ökostrom nicht auch an das Festland geliefert werden kann. Mit Hilfe einer über 1.000 Kilometer langen Leitung. Auch wenn die Kosten für das Unterseekabel mehr als 1,5 Milliarden Euro betragen würden, könnte sich die Investition rechnen. Denn die Stromproduktion ist auf Island verhältnismäßig günstig und die Vulkane entsprechend aktiv.
Mit Dank an DailyGreen.
Größtes Geothermie-Projekt Österreichs entsteht

Heißwasserquellen aus 3.000 Metern Tiefe sollen zukünftig über 1.300 Haushalte im österreichischen Bezirk Ried mit Fernwärme versorgen. Das über 100 Grad Celsius heiße Wasser soll schon ab 2012 die ersten Kunden mit der Erdwärme versorgen und bei Fertigstellung über 25.000 Tonnen CO2 einsparen.
Mit Dank an oekonews.at.
Null Watt in Watt

Sunny Watt ist eine Nullenergie-Siedlung im Regensdorfer Stadtteil Watt bei Zürich. Die sieben Reihenhäuser, acht Maisonette- und vier Geschoss-Wohnungen wurden im Sinne der so genannten Solararchitektur errichtet. Neben der Standortfrage und der Ausrichtung nimmt auch die Gebäude-Gestaltung wesentlichen Einfluss auf die Ökobilanz der Häuser. Zudem wurden umfassende Dämm-Maßnahmen vorgenommen, Photovoltaik-Anlagen auf die Dächer montiert und Erdsonden-Wärmepumpen-Heizungen installiert. Um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten wurden ökologische Baumaterialien verwendet. So wurden Wände und Dächer komplett aus Holz konstruiert, auf Kunststoffe und Leim wurde verzichtet. Allerdings hat diese vorbildliche Bauweise auch seinen Preis. Die Errichtungskosten lagen um 20 Prozent höher, als bei einer konventionellen Bauweise, wobei durch die geringeren Betriebskosten dieser Mehrpreis auf längere Sicht amortisiert werden könne.
Mit Dank an den Züricher Tages-Anzeiger.
Die Wärme aus der Erde

Nordrhein-Westfalen sei besonders gut für die Nutzung von Geothermie geeignet. Das sagte der für Klimaschutz zuständige Minister Johannes Remmel auf der 6. NRW Geothermiekonferenz. 70 Prozent der Landesfläche bieten natürliche Bedingungen, um Erdwärme zu nutzen, sei es als Erdwärmeheizung für den privaten Bereich oder zur Stromerzeugung über Geothermiekraftwerke. Schon jetzt gehört Nordrhein-Westfalen zu den Bundesländern mit den höchsten Nutzungsraten von Umweltwärmeheizungen.
Via DailyGreen.
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