Bionik

Mit Abwasser Strom erzeugen


Zwei Prozent des weltweiten Stromverbrauchs werden für die Trinkwasseraufbereitung verwendet – sagenhafte 80.000 Megawatt für umgerechnet rund 28 Milliarden Euro im Jahr. Das israelische Biotech-Unternehmen Emefcy hat nun ein Verfahren entwickelt, das den Stromverbrauch von Kläranlagen um 30 bis 40 Prozent senken soll. Mikroorganismen, die ihre Nahrung im schmutzigen Wasser finden, fungieren dabei als natürliche Brennstoffzelle und erzeugen Energie. Im nächsten Jahr soll bereits eine Pilotanlage im Industriemaßstab errichtet werden, um das Einsparpotential in der Praxis zu zeigen.

Via heise online.

Gibt den Bakterien Zucker


Normalerweise verursacht das Bakterium Shewanella Übelkeit und Erbrechen. Diese Bakterien kommen in verdorbenen Lebensmitteln vor, jedoch auch im Wasser und Boden. Wissenschaftler der Universität Freiburg haben die gute Seite dieser Kleinstlebewesen entdeckt und geben ihnen Zucker. Das wiederum führt dazu, dass die Bakterien beim Verdauen überschüssige Elektroden Elektronen ausscheiden. Und die lassen sich gewinnen und zu Strom umwandeln. Die Vision der Wissenschaftler ist dann auch naheliegend:  In Zukunft haben wir keine Lithium-Ionen-Akkus mehr in unseren elektronischen Helfern, sondern nützliche kleine Lebewesen, die uns für Zucker mit Energie versorgen.

Via WirtschaftsWoche.

Oliven als Energiequelle


Olivenöl gilt als sehr gesundes Lebensmittel. Nur bei der Herstellungen fallen zum Teil giftige Reststoffe ein, deren Entsorgung sehr kostenaufwendig ist. Nun haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) ein Verfahren entwickelt, um aus Abfallprodukten des Olivenöls Biogas zu erzeugen. Da alleine in Europa jährlich über 2 Millionen Tonnen Olivenöl produziert werden, gibt es dementsprechend große Mengen an Abfallprodukten. Zudem könnte auf den großflächigen Anbau von Mais als Rohstoff für Biogas verzichtet werden. Denn für die gleiche Energiemenge aus allen Reststoffen der Olivenölherstellung in Europa bräuchte man eine Anbaufläche für Mais in der Größe des Saarlandes.

Mit Dank an A-LOHA-LOHAS!

Das Kartoffel-Auto kommt


Eine Forschergruppe von der Fachhochschule Hannover und das Unternehmen Four Motors wollen die Karosserie eines VW Sciroccos schrittweise durch Bauteile aus Kartoffeln und Flachs ersetzen. Ein Novum bei Automobilien. Bei Innenraumteilen wie Armaturenbrettern oder Hutablagen werden zwar schon heute teilweise Naturfasern als Verstärkungsmittel eingesetzt, großflächige Fahrzeugteile aus nachwachsenden Rohstoffen gibt es bislang jedoch offenbar noch nicht.

Die Wissenschaftler setzen dabei auf Basismaterialien wie Flachs und Hanf, die in Zukunft mit Harzen aus Leinsamen- und Sonnenblumenöl verklebt werden. Auch Kartoffeln oder Mais sind Bestandteile dieser biobasierten Kunststoffe. Nach Tests im Labor soll das Bioconcept Car dann auf den Nürburgring zeigen, ob solche Innovationen auch einem Renneinsatz standhalten. Schon heute ist das Fahrzeug bei Rennen im Einsatz. Gefahren wird mit Rapsöl. Gelenkt wird der Rennwagen vom Musiker Smudo. Durch den Einsatz von Bio-Werkstoffen könnten petrochemische Kunststoffe ersetzt werden. Ein Video vom Rennen gibt es im Anschluss.

Bleibt nur die Frage, ob es beim Anbau der Rohstoffe zur Flächenkonkurrenz mit Lebensmitteln kommt. Das sieht auch das Umweltbundesamt als zu klärende Frage an und empfiehlt hierzu eine “nationale Diskussion” und einen bundesweiten Masterplan.

Via Zeit Online.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Kleidung aus Milch


Das hannoveraner Start-Up-Unternehmen Qmilch hat eine Biofaser aus Reststoffen von Milch entwickelt. Die chemiefreie Faser fühlt sich ähnlich wie Seide an, sie ist farb- und formbeständig sowie ausgesprochen reißfest. Diese faszinierende Idee kam auch bei der Fashion Week in Berlin ausgesprochen gut an und so erhielt Qmilch den Technologiepreis des Gesamtverbandes Textil und Mode.

Mit Dank an Newslichter.

Elektronik zum Essen


Wissenschaftler der Johannes Kepler Universität Linz haben ein Transistor-Bauelement entwickelt, das vollständig biologisch abbaubar und vor allem auch essbar ist! Für die voll funktionsfähige Elektronik kamen u.a. Aurin (Pflanzenextrakt), Beta-Karotin, Indigo sowie Lebensmittel- und Kosmetikfarbstoffe zum Einsatz. Das Trägermaterial besteht aus Stärke, Getreide und Gelatine. Wohl bekomms!

Mit Dank an press-partners.

Pflanzen melden, wenn sie Pflege brauchen


Pflanzen verfügen über elektrische Reizleitungen. Diese wissenschaftliche Erkenntnis nutzt das Unternehmen Lehner in der Nähe von Stuttgart, um die Befindlichkeit von Pflanzen zu ermitteln. Ähnlich eines EKG bei Menschen kann so auf Unstimmigkeiten reagiert werden – ob Wasserbedarf oder Schädlingsbefall. Für den Privatgebrauch ist sogar an eine Benachrichtung via SMS gedacht. Praktisch!

Mit Dank an humannews.

Algenreaktor


Wissenschaftler der Universität Duisburg Essen arbeiten an einem neuartigen Algenreaktor. Die Algen werden in einem Becken mit Lichtfasern durchgehend beleuchtet und können so schneller wachsen. Die Algen können dann wesentlich effektiver CO2 binden und auch zeitnaher geerntet werden. Diese Biomasse wird anschließend in Biotreibstoff umgewandelt. Also ein doppelter Nutzen für die Umwelt.

BioCouture


Die britische Mode-Designerin Suzanne Lee stellt auf ungewöhnliche Weise “Stoffe” für ihre Mode her – aus Bakterien. Ein bisschen grüner Tee in Kobination mit Zucker und einer Bakterienkultur lässt ein Stück Zellulose wachsen und gedeihen.

Wie das funktioniert, erklärt das Video hier!

Pilze als Dämm- und Verpackungsmaterial


Das New Yorker Design Büro Ecovative Design hat aus Pilzen ein neues Material geschaffen, das nicht nur biologisch abbaubar ist und gut zur Verpackung bzw. Dämmung genutzt werden kann, sondern auch noch resistent gegen Hitze und Feuer ist. Zudem fallen bei der Produktion nur ein Achtel der Energie und ein Zehntel des CO2 an, als bei vergleichbaren Polstermaterialien.

Ein kurzes Video gibt einen Einblick!

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