Verpackung & Müll

Die immer-wieder Kleidung


Funktionskleidung ist insbesondere aus dem Sport- und Outdoor-Bereich fast nicht mehr wegzudenken. Allerdings ist die Herstellung funktioneller Kleidung auch Rohöl- und Energie-intensiv und verursacht nicht gerade wenig CO2. Anders beim deutschen Hersteller PYUA. Denn hier wird Funktionskleidung nur aus recyceltem Polyester hergestellt, inklusive eines ausgeklügelten Rücknahmesystems. Gefertigt wird zudem ausschließlich in Europa. Natürlich sind die PYUA-Klamotten genauso wasserdicht, atmungsaktiv und schweißabsorbierend wie herkömmliche Funktionskleidung, nur eben viel nachhaltiger. Und wenn die PYUA-Stücke ausgedient haben, kommen sie einfach in den üblichen Altkleidercontainer. Dank einer bundesweite Kooperation mit Recycling-Firmen kommen diese Stücke dann wieder zurück PYUA und neue Kollektionen werden daraus gefertigt. Z.B. die vom Sänger Thomas D. PYUA ist nominiert für den Clean Tech Media Award 2011, natürlich im Bereich Lebensstil.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Upcycling: Ein Teppich aus T-Shirts


Alte T-Shirts werden gemeinhin weggeworfen oder höchstens noch als Putzlappen verwendet. Die Amerikanerin Laura hat etwas anderes mit den ausgedienten Textilien gemacht – einen Flickenteppich im Flokati-Stil. Dafür braucht sie nur einen Teppichstramin (grobmaschiges Gitternetz), Klebeband, Schere, Knüpfnadel und natürlich Streifen von alten T-Shirts, die im Vorwege auch gerne passend gefärbt werden können. Die englischsprachige, bebilderte Anleitung gibt es bei xoelle.com. Und was Laura antreibt, erklärt sie im Video.

Mit Dank an Lilli Green.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Wir lieben Lebensmittel: Ein super Markt


Beim Edeka-Markt von Theo Schüren in Bonn gibt es nur eine Abfalltonne. Nicht etwa weil bei ihm alle Waren immer verkauft werden, sondern weil er mit optisch leicht beschädigten Produkten, Obst und Gemüse vom Vortag oder Lebensmitteln kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum etwas sinnvolles macht. Anstelle diese gute essbare Ware zu vernichten, kochen Mitarbeiterinnen leckere Marmeladen und Gelees. Und es gibt wechselnde frisch zubereitete Speisen, die in der Kühltheke nicht lange auf Kundschaft warten. Gemüseabschnitte und Außenblätter gehen zu Kaninchenzüchtern, Wurstabschnitte an Haustierbesitzer. Nur das Gesundheitsamt ist nicht immer ganz zufrieden. Denn es fehlt der sonnst übliche Abfallbehälter im Kühlhaus. Doch der wird gar nicht benötigt. Das ist doch ein super Markt!

Mit Dank an A-Loha-Lohas!

Nachwachsende Flasche


In Deutschland sind pro Jahr über 800 Millionen PET-Flaschen im Umlauf. Für die Herstellung der PET-Flasche wird jedoch Erdöl benötigt: Für ein Kilogramm PET zwei Liter Erdöl. Das reicht dann gerade für 28 PET-Flaschen. Mit der PlantBottle will Coca-Cola nun das Erdöl aus der PET-Flasche verdrängen. Bis 2020 soll diese Flasche zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Ebenfalls bis dahin will der Getränke-Riese weltweit nur noch PlantBottles ausliefern. Eine erste Stufe der PlantBottle gibt es nun auch in Deutschland, bei der Wasser-Marke Vio. Die Flasche besteht zu 14 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, weitere 35 Prozent stammen aus recycelten PET-Flaschen. Weltweit hat Coca-Cola im vergangenen Jahr bereits 2,5 Milliarden dieser Flaschen eingesetzt. Trotz der im Vergleich zur herkömmlichen PET-Flasche anderen Zusammensetzung, können PlantBottles ganz normal in den Recycling-Prozess gegeben werden. Auch ist sie in Aussehen und Handhabung nicht von der bisherigen Verpackung zu unterscheiden.

Doppelt nachhaltig: Upcycling von Containern


Als wir vor einiger Zeit über Neues Wohnen in Containern berichteten, dachten wir nicht, dass es so etwas auch schon in Deutschland gibt. Doch weit gefehlt. Bei Jack in the Box werden nicht nur alte See-Container zu adretten Gebäuden umgewandelt, sondern hier wird das Vorhaben auch noch mit einer sozialen Komponente versehen. Denn bei dem Kölner Upcycling-Projekt werden Menschen beschäftigt, die bislang erwerbslos waren. Dank der modularen und äußerst festen Bauweise eignen sich Seecontainer nicht nur für eingeschossige Häuser, sondern lassen sich durchaus ansprechend übereinander stapeln und verbinden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es bereits in London Büros- und Wohnungen aus ehemaligen See-Containern gibt, in Amsterdam ein Studentenwohnheim und in Hannover eine Notschlafstelle für obdachlose Kinder und Jugendliche. 

Mit Dank an livingResponsible.

PET-Flaschen als Baustoff der Zukunft


Pfandsysteme hin oder her. Alleine in Deutschland wandern jährlich rund 800 Millionen Plastikflaschen in den Müll. Und weltweit hat sich die Nachfrage nach PET seit 2000 verdoppelt. Warum aus diesem Plastikmüll nicht den Baustoff der Zukunft machen, dachte sich der taiwanesische Stararchitekt Arthur Huang und schuf die Polli-Bricks. Diese sechseckigen Einheiten werden aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Sie sind aufgrund ihrer wabenförmigen Grundfläche extrem belastbar, sind feuerhemmend und wirken Dank der eingeschlossenen Luft wie eine Dämmung. Tagsüber lassen die Polli-Bricks Licht hinein, nachts können mit LEDs farbige Wände entstehen. In Taiwan schuf der Architekt den neun Stockwerke hohen ecoARK aus über 1,5 Millionen alter Plastikflaschen, die an einer Stahlkonstruktion montiert wurden. Mittlerweile ist sein CO2-neutraler Baustoff so begehrt, dass er eine eigene Produktionsfirma gegründet hat. Auch Deutschland prüft, ob die Polli-Bricks eine Zulassung erhalten können. Mehr zu dem Baustoff der Zukunft im nachfolgenden Video.

Via Stuttgarter Zeitung.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Bordbar: Schönes aus der Luft


Aus gebrauchten Dingen Neues schaffen. Das ist auch der Gedanke hinter der Bordbar. Aus gebrauchten Trolleys aus Flugzeugen macht das Kölner Unternehmen Bordbar ungewöhnliche Möbelstücke, mit einem hohen Nutzwert. Ob Wohnzimmer, Küche, Bad oder Büro – für die unterschiedlichen Einsatzbereiche gibt es den passenden Trolley. Mittlerweile werden jeden Monat über 130 Stück verkauft, so dass die gebrauchten Liefer-Wagen nicht mehr ausreichen. Somit gibt es auch fabrikneue Stücke. Oder neue Bordbars gehen ganz offiziell in die Luft, wie beim Kooperationspartner airberlin, werden im Flugalltag genutzt und kommen anschließend zurück nach Köln. Um dann ihren Dienst am Boden zu verrichten. Die Bordbars gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Designs zu Preise ab 399,00 Euro aufwärts. Zu bestellen u.a. bei livingResponsible.

Mit Zeitungen schreiben


Für die Herstellung von 100.000 Bleistiften braucht man sechs Kubikmeter Holz. Oder eine Tonne alte Zeitungen. Denn beim Papierbleistift wird die Graphit-Mine nicht mit Holz umhüllt, sondern mit altem, recyceltem Zeitungspapier. Das ist gut für die Umwelt und sieht nett aus, da beim Anspitzen immer neue Muster entstehen. Je nachdem ob gerade ein farbiges Bild oder bloß ein schwarzer Text auf der alten Zeitung vorhanden war.

Leider in Deutschland noch nicht in haushaltsüblichen Mengen zu bekommen. Wer gerne größere Stückzahlen haben möchte, die gibt es z.B. bei www.papierbleistift.de. Und dort auch mit individueller Bedruckung.

Mit Dank an Do The Green Thing.

Lass Schuhe blühen


Das niederländische Designer-Team OAT hat sich mit der Umweltverträglichkeit von Sneakers beschäftigt. Normalerweise sind die beliebten Freizeitschuhe alles andere als nachhaltig. Nicht jedoch die OAT’s Virgin Collection. Diese Schuhe sind weltweit die ersten Sneakers, die vollständig biologisch abbaubar sind. Nach Gebrauch der Schuhe kann man sie einfach auf den Kompost geben und dann startet von selbst ein Zersetzungsprozess. Innerhalb von sechs Monaten ist dieser Vorgang dann abgeschlossen. Oder man lässt vorab schon einmal Wildblumen aus den Schuhen sprießen. In der Zunge ist ein kleines Samenpaket inklusive Anleitung versteckt. Eine nette Idee. Und korrekte Schuhe, die (noch) nicht jeder hat.

Zu kaufen z.B. hier im Avacodostore für 149,00 Euro.

Dinge einfach zurechtkneten


Es gibt so viele Dinge, die wir lieber verbessern und reparieren würden, anstelle sie in den Müll zu werfen. Das dachte sich auch die irische Produkt-Designerin Jane. Und erfand mit Freunden Sugru. Eine Art Knetmasse aus Silikon, das auf jeden beliebigen Gegenstand angebracht werden kann – zum Verbessern, Verschönern oder eben zum Reparieren.

Nach sechs Stunden Aushärtung verwandelt sich Sugru in ein stabiles und zugleich flexibles Material, dass bis 180 Grad Celsius hitzebeständig, wasser- und sogar spülmaschinenfest ist. Wie Sugru genau funktiert, zeigt das nachfolgende Video. In unterschiedlichen Farben und Verpackungseinheiten kann die Superknete hier direkt bestellt werden. Für 9,00 bzw. 15,00 Euro.

Mit Dank an Do The Green Thing.

Um das Video zu sehen, hier klicken!

Kategorien