Mobilität
Elektro-Smart für (fast) jedermann

Bislang gibt es die elektrische Variante des Smarts nur für ausgewählte Testkunden. Ab Frühjahr 2012 soll dann jedermann einen Smart kaufen können – vorausgesetzt das nötige “Kleingeld” von 30.000 Euro ist vorhanden. Der ausschließlich elektrisch betriebene Smart hat dann 75 PS, eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und kann mit einer Akkuladung stolze 140 Kilometer weit fahren. Über eine spezielle Smartphone-App können von zuhause aus Routen geplant werden, in denen auch Ladestationen berücksichtigt werden. Und nach Abschluss des Ladevorgangs meldet der Smart seinem Besitzer, dass er wieder bereit für die nächste Fahrt ist.
Via ZEIT Online.
Vor 40 Jahren: Der erste Elektro-Opel

Elektro-Antrieb, 120 PS, 188 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Reichweite von 44 Kilometern. Was sich wie die Daten eines heutigen Elektrofahrzeugs anhört, entstammt den Leistungswerten eines Opel GT aus dem Jahre 1971. Vor 40 Jahren baute ein Enkel des Firmengründers die elektrische Variante des legendären Opel Sportwagens. Auf der Rennstrecke sollte das Einzelstück dann einen Weltrekord aufstellen: 100 Kilometer rein elektrisch bei 100 km/h Geschwindigkeit. Das klappte nicht ganz, denn insbesondere die schweren Nickel-Cadmium-Batterien ließen den Wagen auf ein Gesamtgewicht von 1,7 Tonnen kommen. Nach 44 Kilometern war Schluss. Wenn man jedoch bedenkt, dass dieses 40 Jahre her ist und aktuelle Elektrofahrzeuge auch mit solchen Reichweiten-Problemen zu kämpfen haben, dann war das damals ein echtes Meisterstück.
Das Elektroauto aus dem Labor
Noch sieht das Auto etwas sonderbar aus, das auf der Teststrecke seine Runden dreht. Keine Karosserie, kein wirkliches Innenleben. Und doch handelt es sich bei dem MUTE um ein wahrlich innovatives Gefährt. Über 20 Professoren und mehr als 200 Studierende der Technischen Universität München (TUM) haben sich vorgenommen, zusammen mit Industriepartnern ein neuartiges Elektro-Kompaktfahrzeug zu entwickeln, das in Sachen Alltagstauglichkeit und Kosten mit einem heutigen Kleinwagen mithalten soll. Deswegen haben die Forscher besonders intensiv an der Konstruktion und Technik gearbeitet. Bei einem Testlauf zeigte der MUTE dann auch hervorragende Fahreigenschaften. Die Karosserie folgt bald und wird auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) vorgestellt. Auch ohne eine schmucke Außenhaut konnte der MUTE beim Clean Tech Media Award 2011 überzeugen und gehört zu den drei Nominierten in der Kategorie “Mobilität”.
Das Allgäu elektrisch erleben

Das Allgäu zählt zu den führenden Tourismus-Regionen in Deutschland. Mit dem vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Projekt eE-Tour haben Touristen die Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele emissionsfrei mit dem Elektroauto zu erreichen. In Zusammenarbeit mit Hotels und Tourismuszentralen können die Gäste an 15 Orten innerhalb des Allgäus ein Elektro-Auto anmieten und so die Urlaubsregion umweltschonend erkunden. 11 Ladesäulen sorgen dafür, dass die Fahrzeuge bei Bedarf wieder aufgeladen werden können. Dieses in Deutschland bisher einmalige Projekt läuft unter der Federführung der Allgäuer Überlandwerk, die auch den Ökostrom liefern. Da es sich um ein Forschungsvorhaben handelt, sind neben weiteren Partnern aus der Wirtschaft auch die Hochschule Kempten, die Universität Tübingen und Technische Universität München mit eingebunden. Wegen der Innovationskraft ist das Projekt eE-Tour nominiert für den Clean Tech Media Award 2011.
Die Schwalbe kehrt zurück

In der DDR war die Simson Schwalbe als Motorroller lange Zeit nicht aus dem Straßenbild wegzudenken. 1986 wurde die Produktion jedoch nach über 20 Jahren im thüringischen Suhl eingestellt. Seit 2010 arbeiten zwei Unternehmer aus Baden-Württemberg an einer Reminiszenz und bringen die Schwalbe zurück auf die Straße. Allerdings ohne knatternden, qualmenden Zweitaktmotor, sondern mit einem modernen Elektromotor. Der sorgt bei der eSchwalbe für mächtig Schwung – bis zu 81 km/h sollen so emissionsfrei möglich sein, bei einer maximalen Reichweiten von bis zu 200 Kilometern. Auch der Produktionsstandort knüpft an die alte Zeit an, denn gefertigt wird wieder in Suhl, mit umweltfreundlichen und recyclefähigen Materialien. Dank dieser Innovationen gehört die eSchwalbe dann auch zum Kreis der Nominierten des diesjährigen Clean Tech Media Award. Ab Frühjahr 2011 soll die eSchwalbe auf dem Markt verfügbar sein, zu Preisen ab 4.699 Euro.
Ein Segway für jedermann

Die selbstausbalancierenden Roller von Segway sind echte Hingucker und mittlerweile in einigen Städten auch schon im Einsatz. Nur für eine Privatperson waren diese futuristischen Fortbewegungsmittel mit Preisen über 3.000 Euro meist unerschwinglich. Nun hat sich der junge Schwede Petter Forsberg eine Art Segway nachgebaut, zu Herstellungskosten von rund 300 Euro – also einem Zehntel. Es sieht natürlich (noch) nicht so schick wie das Original aus, aber die Funktionalität ist sehr beeindruckend. Und das nachfolgende Video macht auf jeden Fall Lust, mit diesem Elektromobil durch die Stadt oder über Land zu fahren.
Mit Dank an Golem.de.
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