Klimaforschung

Köln passt sich an


Im Rahmen des Pilotprojektes Klimawandelgerechte Metropole Köln (KÖLN 21) möchte die Stadt Köln Strategien entwickeln, damit sich die Stadt an die Folgen des Klimawandels anpassen kann. So konnten Wissenschaftler im vergangenen Jahr im Hitzemonat Juli so genannte städtische Wärmeinseln nachweisen, in denen nachts bereits die Temperaturen bis zu acht Grad höher waren, als im Außenbereich der Domstadt. In dem Projekt Köln 21 geht es u.a. darum, welche Stadtentwicklungs-Maßnahmen getroffen werden müssen, um hierauf entsprechend reagieren zu können.

Der Regenwald als Lunge der Welt


Die Carnegie Institution for Science im kalifornischen Stanford hat eine geographische Karte entwickelt, mit deren Hilfe man die CO2-Speicherkapazität des Regenwaldes ablesen kann. Zudem zeigt die Karte, wie viel CO2 bei einer landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen entweichen würde. Die Forscher analysierten hierfür 16.600 Quadratkilometer des peruanischen Regenwaldes – das entspricht ungefähr der Fläche der Schweiz.

Alleine der Amazonas-Regewald kann jedes Jahr etwa 2 Milliarden Tonnen CO2 kompensieren. Und rund 10-15 Prozent der globalen CO2-Emissionen sind direkte Folgen von Schäden der tropischen Regenwälder.

Mit alten Daten die Zukunft vorhersagen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) will mit bis zum Teil 30 Jahre alten Satellitendaten die Veränderungen im Weltklima besser vorhersagen. Mit den bisher nicht für die Klimaforschung ausgewerteten Daten sollen belastbarere Aussagen für die Klimamodelle in 50 und 100 Jahren möglich sein.

Schon jetzt konnten die Forscher feststellen, dass sich seit 1880 die Jahresdurchschnittstemperatur um 1,1 Grad Celsius erhöht hat. Bis zum Jahr 2100 rechnet der DWD mit einer weiteren Steigerung von 2 bis 4 Grad.

Erneuerbare Energien könnten die Welt versorgen


Der Weltklimarat (IPCC) geht davon aus, dass im Jahre 2050 rund 77 Prozent aller Energien aus erneuerbaren Quellen stammen könnten. Für die Studie hatten 120 Wissenschaftler den aktuellen Stand der Forschung analysiert und in dem mehr als 900 Seiten starken Report zusammengefasst. Einer der drei leitenden Autoren ist Prof. Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der das weltweit technische Potenzial der erneuerbaren Energien größer einschätzt als den Energiebedarf der Menschheit.

Via Handelsblatt.

Veränderung des gesellschaftlichen Stoffwechsels


Unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung haben acht weitere Wissenschaftler für die Bundesregierung ein Gutachten zum Thema Klimawandel erstellt. Sie fordern darin die “große Transformation” – nicht nur auf dem Sektor der Energie, sondern auch in den Bereichen anderer Ressourcen, Materialien, Ernährung, Landnutzung, Schwund der Regenwälder und Versauerung der Ozeane. Wir brauchen “eine umfassende Veränderung des gesellschaftlichen Stoffwechsels”, so Prof. Schellnhuber.

Das Interview unter tagesschau.de.

Google fördert Klimaforschung


Google möchte mit einem Stipendium-Programm die Kommunikation rund um den Klimawandel unterstützen. Zu den 21 Google Science Communication Fellows gehören ausschließlich Wissenschaftler von US-amerikanischen Universitäten, die sich unter anderem mit den Bereichen Klimamodellierung, Paläoklimatologie und den Folgen des Klimawandels beschäftigen. Nach einem Workshop im Sommer können die Stipendiaten dann auch Fördergelder für eigene Projekte bei Google beantragen.

Mit Dank an klimaretter.info.

CO2 sinnvoll nutzen


Die sinnvolle Nutzung von CO2 wird im Mittelpunkt der Arbeit des neuen Potsdamer Instituts für Klimaforschung IASS stehen. “Man muss mit CO2 etwas anderes machen können, als es in die Atmosphäre entweichen zu lassen oder als Abfall unter der Erde zu verpressen”, sagte der Gründungsdirektor des IASS und frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Rund neun Millionen Euro stellen der Bund und das Land Brandenburg jährlich dem Institute for Advanced Sustainability Studies zur Verfügung, das sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft versteht. Forscher aus der gesamten Welt sollen sich hier zusammenfinden und Ideen für eine nachhaltigere Zukunft entwickeln.

Via Handelsblatt.

Die Schönheit der Erde


Bilder ihrer beiden Satelliten Landsat 5 und Landsat 7 hat der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) jetzt veröffentlicht. Um aus großer Distanz noch Details erkennen zu können, werden spezielle Infrarot-Kameras eingesetzt. Pflanzen reflektieren jedoch Infrarotlicht viel stärker, so dass Felder und Wälder auf den Fotos in unterschiedlich kräftigen Rottönen erscheinen. Ein wahrer Augenschmaus. Eine Auswahl der Fotos gibt es bei SPIEGEL ONLINE.

Metropolen schließen sich zusammen


Weltweit haben sich 40 große Städte zum Carbon Disclosure Project (CDP) zusammengeschlossen. Ziele des Projektes sind vor allem klimaspezifische Daten und Klimaschutzmaßnahmen von Städten vergleichbar zu machen und Innovation zu fördern. In der Cities Climate Leadership Group (C40) sind neben Metropolen wie Bangkok, Hong Kong, Johannesburg, London, New York und Peking, auch die beiden deutschen Städte Berlin und Heidelberg vertreten.

Via UmweltDialog.

Globale Überwachung der Meere


Die Forscher-Gemeinschaft Partnership for Observation of the Global Oceans (POGO) möchte ein globales Dauer-Überwachungssystem für die Weltmeere errichten. Denn die Ozeane gehören zu den am wenigsten erforschten Regionen der Erde. Neben der Erforschung von Klimaveränderungen könnte das System auch für die Wetterprognose oder zur Frühwarnung bei Naturkatastrophen genutzt werden.

Mit Dank an ECO-World.

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